SCHWARZROTBUCH VERLAG BERLIN

KalendA
LPA
Kurt Steinkrauss

War ein Kampf des Lorbeers wert,
spart dem Tod die Spende,
aber nehmt des Toten Schwert:
führt den Kampf zu Ende.

Erich Mühsam


SCHWARZROTBUCH ist Programm: der Name leitet sich her von den "Dokumenten über den Hitlerimperialismus", herausgegeben von der Gruppe D.A.S. ("Deutsche Anarcho - Syndikalisten") im revolutionären Spanien von 1937 (Barcelona, ASY-Verlag).

Mitglieder der DAS haben in der "Colonna Durruti, Centuria Erich Mühsam", benannt nach dem außerordentlichen spanischen Anarchisten Durruti und dem 1934 im KZ Oranienburg bei Berlin von der SS ermordeten anarchistischen Dichter, gegen Nazi-Söldner und Franco-Faschisten gekämpft, sowie später gegen die Naziokkupanten in der Resistance bis 1945. Der Verleger war mit mittlerweile verstorbenen Mitgliedern der Gruppe DAS bekannt und befreundet.

Heute, im Zeitalter des globalen und dreisten Neo-Faschismus, empfinden wir eine besondere Verpflichtung, gerade in Deutschland den libertären Antifaschismus der Tat weiter zu propagieren und zu leben.

1983 erschien der erste Schwarz-Rote Kain-KALENDA (nach: KAIN, Erich Mühsam's "Zeitschrift für Menschlichkeit"). Das "A" am Ende des Titels KALENDA ist Markenzeichen und mitnichten zufällig. Heute heißt dieser Taschenkalender schlicht KALENDA - Anarchistischer Taschenkalender, ein handgerechtes, informatives und witziges "Jahrbuch" der Anarchie, das bis zum Jahr 2000 achtzehnmal ununterbrochen erschien (im In- und Ausland NachahmerInnen fand) und zur Zeit eine "kreative Pause" einlegt. In drei Jahren, 2003, soll der 19. KALENDA mit neustrukturiertem, zeitgemäßen Konzept finanziell stabilisiert und rechtzeitig wieder erscheinen.

Der SRV hat sich die Verbreitung libertärer Ideen in jeder geeigneten und publizistisch denkbaren Form zum Ziel gesetzt.

Trotz der zunächst politischen Zielsetzung der Propagierung einer auf selbstverantwortlicher Freiheit beruhenden gewaltlosen Gesellschaft, wird der SRV im Rahmen der gegebenen wirtschaftlichen Möglichkeiten agieren müssen und ein Mischprogramm aus guter Literatur und politischer Publizistik fahren. Ein Kernprojekt bleibt der Schwarz-Rote KALENDA, aber auch Berlinliteratur und andere Belletristik und Sachliteratur werden im künftigen Verlagsprogramm enthalten sein, das im Rahmen seiner Möglichkeiten für das Neue ständig offen bleibt.

Nach der Herzerkrankung des Verlegers, die im Mai 1997 in einer Bypass-OP gipfelte, war es äußerst schwierig, den Verlag halbwegs aufrechtzuerhalten. Die Pleite des ersten SRV-Vertriebes ROTATION und die Kündigung meines zweiten Vertriebes "wegen Umsatzschwäche" sorgte für weitere Probleme und Mehrarbeit im Versand. Die finanzielle Lage war und ist schwierig.

Als Konsequenz daraus wird sich der Verlag als GmbH oder AutorInnen-Genossenschaft neu positionieren und mit neuen innovativen Konzepten aufwarten müssen. Bis 2003 wird daher die Produktion auf kleiner Flamme gefahren um dann mit verbesserter Substanz und modernisierter Produktion die Arbeit wieder voranzutreiben. Internetpräsenz, BoD und Produktion neuer Medien wie CDs und DVDs sind ins Auge gefaßt. Gleichzeitig wird an einer soliden Finanzierung gearbeitet, die helfen soll die Verlagsziele langfristig voranzubringen. Die konzeptionelle Arbeit steht also vorerst im Vordergrund und hat Vorrang vor Neuproduktion.

Als neuer Zweig des Verlages arbeitet inzwischen LPA (Libertarian Press Agency Berlin). Weiteres dazu auf http://www.schwarzrotbuch.de/lpa . Anfragen unter lpa@free.de .

SCHWARZROTBUCH VERLAG BERLIN, R@lf G. Landmesser, Rathenower Str. 22,
D-10559 Berlin, Tel.: 030/394 78 94, Fax: 030/394 61 67, eMail: srv@schwarzrotbuch.de